Spitzwegerich

 

Fundort:

Wiesen, Weiden, Wegränder, Äcker

 

Sammelzeit:

März bis September

 

Ernte und Verarbeitung:

Spitzwegerich kann bereits schon vor der Blüte gesammelt werden, also im Frühjahr und den gesamten Sommer hindurch. 

Die Heilwirkung des Spitzwegerichs sitzt in den Blättern, den Stielen, den Blüten und den Samen.

Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass es möglichst von Pestiziden unbelastet ist, wenn es als Heilmittel genutzt wird. Das heißt, man sollte nicht unbedingt am Rande von Äckern und Wegrändern sammeln, sondern lieber abgelegene Stellen aufsuchen, um auch keine von Hunden verunreinigten Pflanzen zu ernten.

 

Wirkung:

Antibakteriell, wirkt zusammenziehend, blutstillend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, löst Verschleimungen

 

Wichtigste Inhaltsstoffe: 

Antibiotische Stoffe (Aucubin), Kalium, Flavonoide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C

 

Verwendung:

  • Erkrankungen der Atmungsorgane
    Gegen Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man reinen Spitzwegerich-Tee trinken, oder auch in Teemischungen. Die Spitzwegerichblätter lösen den Schleim, wirken gegen Krankheitserreger und lindern Entzündungen.

  • Wunden und Insektenstiche
    Der Saft der Pflanze wird in der Naturheilkunde gegen Wunden und bei Insektenstichen eingesetzt.
    Dazu sollte man sofort nach einem Insektenstich ein frisches Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern verreiben oder zerkauen und auf die betroffene Einstichstelle legen und mit einem zweiten Spitzwegerichblatt fixieren.

  • Verdauung und Stoffwechsel

    Gegen Verdauungsstörungen hilft frisch gepresster Pflanzensaft. 
    Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit.

    Der Spitzwegerichsaft lässt sich auch bei Hauterkrankungen innerlich einnehmen.
    Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen.


Spitzwegerich im April